| Neue Firma Heliswiss hebt ab |
|
|
| Donnerstag, 6. März 2008 | |
![]() Am Montagnachmittag kam die Hiobsbotschaft der Firma Helog-Heliswiss AG, dass sie zahlungsunfähig ist. Bereits am Dienstag folgte die erleichternde Nachricht. ob. «Die Helog-Heliswiss AG ist zahlungsunfähig», hiess es am Montag in zahlreichen Nachrichten und Meldungen. Die Ausstände betrügen einen zweistelligen Millionenbetrag, berichtete CEO Beat Ruckli. Obwohl keine Betreibung gegen die Helog-Heliswiss AG gelaufen ist, blieb der Firma nichts anderes übrig, als die Bilanz beim Bezirksgericht Küssnacht zu deponieren. «Das Bezirksgericht Küssnacht hat in einem solchen Fall die Überschuldung der Firma zu prüfen, bevor es das Konkursverfahren eröffnen kann. Das Konkursamt Küssnacht erhält erst mit der Konkurseröffnungsverfügung des Bezirksgerichts den Auftrag, das Konkursverfahren durchzuführen», versicherte Andrea Ulrich vom Konkursamt Küssnacht. Da die Sachlage ins Detail geprüft werden muss, könnte sich der Entscheid noch etwas herausziehen. Mehrere Faktoren sind schuld Für den Grund der Insolvenz der Helog-Heliswiss AG wurde kein konkretes Ereignis genannt. Zwar war ges-tern der Jahrestag des Helikopterunglücks von Zell, Österreich, doch dieser Unfall sei nicht der Grund für die momentane Situation. Die Helog sei gegenüber anderen, ausländischen Gruppengesellschaften, in Schwierigkeiten geraten, teilte Helog-Heliswiss in einer Medienmitteilung mit. Eine gute Lösung Bereits am Dienstag folgte dann die Entwarnung. Eine neue Betriebsgesellschaft mit dem Namen Heliswiss International AG soll die Rettung für die rund 40 Mitarbeiter der Helog-Heli-swiss AG sein, welche von der neuen Gesellschaft zu den gleichen Konditionen und in den gleichen Positionen beschäftigt werden. Die Heliswiss International steht unter der Führung der in Chur domizilierten Swiss Helicopter Group, und Geschäftsführer des neuen Unternehmens ist Luzi Tischhauser: «Ich sehe die Zukunft der Heliswiss International AG positiv. Wir versuchen möglichst wenig Zeit zu verlieren und das vorhandene Know-How, das im Bereich Schwerlastenhelikopter sehr spezifisch ist, zusammen zu behalten.» Bereits ab Montag ist die Betriebsbewilligung der neuen Firma gültig. Heikle Situation Die Verkündung der neuen AG sorgte teilweise für Stirnrunzeln. «Das Kon-kursamt Küssnacht wird nach Erhalt der Konkurseröffnungsverfügung die Vorgänge vor Konkurseröffnung wie immer genau prüfen.», erklärt Ulrich. Diese Prüfung erstreckt sich auch auf ältere Handlungen der konkursiten Firma. Der Zeitraum von einem Jahr vor Konkurs-eröffnung gilt gemäss Gesetz als Periode suspect. «Es muss geprüft werden, ob die Handlungen der konkursiten Firma in dieser Periode gerechtfertigt sind oder ob eine Gläubigerbevorteilung statt gefunden hat.» Doch Ulrich stellt sich zuversichtlich: «Die in der Presse genannte neue Firma hat scheinbar die Arbeitnehmer übernommen, was bestimmt besser ist, als wenn alle arbeitslos würden. Das ist sicher zu begrüssen.» Mitarbeiter gerettet Der Unternehmensführer der Heliswiss International AG Luzi Tischhauser meint dazu: «Ich habe Verständnis dafür, dass die eine oder andere Person dies als eine schwierige Situation anschaut. Für mich ist es allerdings relevant, dass um 40 Mitarbeiter nahtlos übernommen werden und nicht arbeitslos werden. Das ist sicherlich bedeutend und dürfte auch im Interesse vom Staat sein. Man hat etwas gemacht, um die Leute nicht auf die Strasse zu werfen.» Würde sich trotzdem herausstellen, dass im Vorfeld der Bilanzdeponie nicht alles mit rechten Dingen zugegangen ist, könnten daraus diverse Ansprüche entstehen, die von der Konkursmasse oder einzelnen Gläubigern weiterverfolgt werden könnten. Im schlimmsten Fall könnte sogar eine strafrechtliche Verfolgung stattfinden. |
| < Zurück | Weiter > |
|---|








