| Nicht nur der Parkettboden hat geknistert |
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| Montag, 9. Mai 2011 | |
Am letzten Freitag lud das Restaurant Engel am Hauptplatz zu einem sinnlichen Abend. Nach einem aphrodisierendem Dinner las Autorin Anna Reif erotische Gedanken aus ihrem Erstlingsbuch Des Fühlens Sinn – der Sprache Ausdruck vor. Den Gästen gefiel nicht nur das Menü.avd. Das Gastgeberpaar Lieping Fung und Frank Noordhoek liess sich von den Frühlingsgefühlen inspirieren und servierte am letzten Freitag ein besonderes Menü: Spargelterrine an Granatapfelgelee als Gruss aus der Küche, Gambas à la Engel mit Knoblauch, Chili und Ingwer als erste Vorspeise, Selleriesüppchen mit Trüffelcroûtons als zweite Vorspeise, Schweinsfilet im Speckmantel an Rosmarinjus, serviert mit Bärlauch-Kartoffel-Mousselini und gebratenem Gemüse als Hauptgang sowie Mango-Erdbeer-Parfait im Schokoladenmantel auf Ananas-Carpaccio mit Vanilliertem Rahm als Dessert. Das aphrodisierende Menü wählte das symphatische Gastgeberpaar nicht zufällig. «Die Schriftstellerin Anna Reif war einmal bei uns zu Gast», erzählt Lieping Fung, «Es gefiel ihr ausgezeichnet. Da schlug sie vor, ob sie im Engel einmal eine Lesung machen könnte.» Die geborene Österreicherin Anna Reif ist nicht nur Autorin, sondern auch Sozialpädagogin, soziokulturelle Animatorin – und klinische Sexologin. Kein Wunder also, handelt ihr Erstlingswerk Des Fühlens Sinn – der Sprache Ausdruck von erotischen Gedanken. Zwischen Feuchtgebiete und Blümchensex In der halbstündigen Lesung bewegte sich Anna Reif gekonnt zwischen dem eher vulgären Feuchtgebiete von Charlotte Roche und blumigen Frauenromanen. Wenn nötig, nannte sie die betreffenden Körperteile beim Namen. Das kam aber sehr selten vor. Reif erfasste die Liebe und die Sexualität mit allen Sinnen, tauchte ein in die umfassende Welt der Begierde. Dabei erzählte sie von ihren erotischen Fanta-sien, die sie im Alltag von ihrem Liebhaber hat, «dass einem aus lauter Lüsternheit der Rücken schaudert.» Zwischen den Zeilen wurde auch immer wieder Kritik an der heutigen Gesellschaft laut, die von Egozentrik, Konsum und Perfektionismus geprägt ist. Reif plädierte stattdessen für mehr Herzdenken, Spontanität und Sinnlichkeit. Und trotzdem: «Ich wollte mit dem Buch der gängigen Pornografie etwas entgegensetzen», sagt Reif, «und auch den Frauen etwas bieten.» Das scheint ihr gelungen. |
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Am letzten Freitag lud das Restaurant Engel am Hauptplatz zu einem sinnlichen Abend. Nach einem aphrodisierendem Dinner las Autorin Anna Reif erotische Gedanken aus ihrem Erstlingsbuch Des Fühlens Sinn – der Sprache Ausdruck vor. Den Gästen gefiel nicht nur das Menü.