| Ortsbus steht vor steiniger Strecke |
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| Montag, 2. August 2010 | |
![]() Das Interesse und der Wille sind da, aber auch viele Fragezeichen zu Routen, Finanzierung oder Terminen. Das zeigte sich an der Sitzung über das Ortsbusprojekt, die am letzten Donnerstag abgehalten wurde. avd. Dort, wo sonst fixfertige Meinungen zu konkreten Fragen abgegeben werden, nämlich im Küssnachter Urnenlokal, wurde am letzten Donnerstag über Fragezeichen diskutiert. Lenz Lothenbach und Harry Beringer von der Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr (IGöV), Unternehmensleiter Michael Roost und Betriebsleiterin Karin Fuchs von der Auto AG Schwyz, Bezirksrätin Carole Mayor und Statthalter Michael Fuchs, Franz Fasel (beim Probelauf am Bahnhof stationiert) sowie Marcel Kuchen (war beim Probelauf vor dem Strandbad) diskutierten die Ergebnisse des Ortsbus-Probelaufs vom 15. Juli und blickten auch schon nach vorne. Viele Rückmeldungen Zuerst blickten die Beteiligten auf die Auswertung der Fragebögen. Beim Probelauf vom 15. Juli wurden 60 Fragebögen abgegeben, danach erreichten den FS 70 ausgefüllte Talons. 80 Leute gaben an, im AHV-Alter zu sein, 33 im Berufs- oder Familienalter und 5 im Schul- oder Lehrlingsalter. 72 Menschen sind üblicherweise zu Fuss unterwegs, 46 fahren mit dem Auto ins Dorf und 31 benutzen das Velo. Beim Quartierbus war die Route Bahnhof–Seeburg mit 78 Stimmen die beliebtere, 34 präferierten die Route Richtung Dorfhalde. Es kamen aber auch viele Vorschläge, wo der Bus besser durchfahren sollte. Vor allem das Chaletdörfli mit 13 Stimmen, der Bürgenstock und Haltikon (je 4 Stimmen) sollen besser erschlossen werden. Bei den Haltestellen wurde die Wichtigkeit des Bahnhofs mit 40 Stimmen unterstrichen. Auch Seeburg, Hauptplatz und Seeplatz wurden häufig genannt. Gewünscht wären auch hier wieder das Chaletdörfli und der Küss-nachterhof (je 6 Stimmen). Bei den Wunschfahrzeiten ergibt sich ein unklares Bild. 55 Umfrageteilnehmer gaben an, der Bus solle täglich (auch sonntags) fahren, für 44 Personen würde Montag bis Samstag reichen. Ebenfalls nur 10 Stimmen unterschied ergaben die Zeiten: 48 Leute bevorzugen Pendlerfahrzeiten, 38 Einkaufszeiten. Das deutlichste Resultat betrifft den Zeitpunkt der gewünschten Einführung. 106 Menschen wollen den Bus sofort, 7 ab Dezember 2012 und 3 erst nach der Südumfahrung. Die Redaktion des FS erreichten 15 Talons, auf denen explizit kein Ortsbus gewünscht wird, jemand war der deutlichen Meinung, der Ortsbus solle nicht auf der Quaistrasse verkehren. Seeburglinie wird erweitert Ausgenommen von den bezirksrätlichen Vertretern waren alle Anwesenden der Meinung, dass ein mehrjähriger Probelauf gestartet werden soll. Aufgrund der Rückmeldungen war klar, dass das Bedürfnis vor allem bei den älteren Dorfbewohnern vorhanden ist, die überdies an Hanglagen wohnen. Aufgrund der Talon-Auswertung legten die Anwesenden sich auf eine Route fest. Die Linie Seeburg–Bahnhof soll um die Haltestellen Küssnachterhof, Chliarniweg, Golfplatz/Reservoir, Kapelle Haltikon und Haltikon Säge erweitert werden. Die möglichen Kosten sind zu diesem frühen Zeitpunkt schwer abzuschätzen. Zu den einmaligen Kosten für die Errichtung der Haltestellen soll ein jährlicher Beitrag von 300000 Franken jedoch nicht überschritten werden. Weil Ortsbus-Linien generell weder von Bund noch von Kanton getragen werden, müsste der Bezirk für den Unterhalt aufkommen. Statthalter Michael Fuchs regte an, dass nach einem Kostenteiler auch Private, Vereine oder Organisationen zur finanziellen Unterstützung aufgerufen werden sollen. Abgesehen davon versprach Michael Roost von der Auto AG Schwyz, genauere Zahlen zu erarbeiten. Ein Probelauf würde üblich während drei Jahren durchgeführt. Antrag für Budget 2011 Die Vertreter der IGöV stellten dem Bezirksrat den Antrag, etwa 300000 Franken ins Budget 2011 aufzunehmen, für einen Ortsbus-Probebetrieb mit einer Route vom Strandbad Seeburg über den Bahnhof bis Haltikon Säge. Der Betrieb soll auf den Fahrplanwechsel im Dezember 2011 aufgenommen werden. In der Zwischenzeit hat der Bezirksrat über den Antrag zu befinden. «Da bin ich mir nicht so sicher, ob der Betrag gutgeheissen wird», meldete Statthalter Michael Fuchs Bedenken an. Ebenfalls noch Fragezeichen bestehen im tatsächlichen Betrieb der Ortsbus-Linie. Bald wird der Bahnhof Küssnacht umgebaut, was die An- und Abfahrt erschweren könnte. Zum Zeitpunkt der Sitzung sah es danach aus, als würde der Ortsbus von Montag bis Samstag im Stundentakt zu Einkaufszeiten verkehren; und zwar abgestimmt auf den SBB-Fahrplan. Darum wird sich die Auto AG Schwyz kümmern. «Die Betriebspläne müssen umgestellt werden, Graphiken und andere Linien berücksichtigt werden», sagte Betriebsleiterin Karin Fuchs, «Es wäre auch von Vorteil, wenn der Ortsbus-Fahrplan in den Online-Fahrplan der SBB integriert werden kann.» Auf den Bezirksrat, die IGöV und die Auto AG Schwyz wartet also noch viel Arbeit, «was auch der Grund ist, weshalb es halt ein bisschen länger dauert», erklärte Lenz Lothenbach. Im September soll eine weitere Sitzung stattfinden. |
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