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Peter Büeler wird offizieller Samichlaus Drucken E-Mail
Montag, 29. November 2010
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In der St. Niklausengesellschaft Küssnacht geht eine Ära zu Ende: Ernst Sidler wird in diesem Jahr zum letzten Mal den Chlaustag als offizieller Samichlaus bestreiten. 2011 wird sein Nachfolger Peter Büeler übernehmen.





rü. Oberstufenlehrer Ernst Sidler gehört seit 29 Jahren dem Vorstand der St. Niklausengesellschaft Küssnacht an. Seit 20 Jahren wirkt er als offizieller Samichlaus in Küssnacht. Der Vorstand habe die Demission von Ernst Sidler mit grossem Bedauern entgegen genommen, sagte Präsident René Räber am Freitag an der Generalversammlung im Zentrum Monséjour.

Räber lobte Ernst Sidler als Mann der prägnanten Aussagen. Das Zitat – «Chlausjagen ist und bleibt Männersache!» – erntete tosenden Applaus. In Würdigung der grossen Verdienste ernannte die Versammlung Ernst Sidler zum neuen Ehrenmitglied der Gesellschaft.

Ein idealer Nachfolger
In der Person von Pfarreisekretär Peter Büeler konnte René Räber den Chlausjägern einen idealen Nachfolger für Samichlaus und Vorstandsmitglied Ernst Sidler präsentieren. Büeler hat Jahrgang 1952 und ist seit 1999 in der Chlausenzeit als zweiter Samichlaus mit seinen Schmutzli unterwegs.

Sorge zum Chlausjagen tragen
Er freue sich über die ehrenvolle Wahl und habe grosse Freude, ab dem
nächs­ten Jahr als offizieller Samichlaus am grossen Umzug mitlaufen zu können, sagte Peter Büeler nach der mit grossem Applaus erfolgten Wahl. Er ermunterte die Eltern, auch weiterhin den Samichlaus einzuladen. «Es gibt nie genug Momente mit dem Samichlaus und den Schmutzli.» Und zu den Chlausjägern sagte er: «Tragt Sorge zum Chlausjagen, zu unserem schönen Brauchtum, damit es auch in vielen Jahren noch Bestand hat.»

Wie an der von 677 Chlausjäger besuchten Generalversammlung zu erfahren war, werden zwei neue Küss­nachter Samichlausgruppen gebildet. Mario Schmid und Daniel Hurschler werden mit ihren Schmutzli den offiziellen Samichlaus bei seiner Tätigkeit unterstützen.

Deutsches TV-Team an der Versammlung
Die Generalversammlung der St. Nik­lausengesellschaft Küssnacht verlief am Freitagabend in den gewohnten Bahnen. Ein deutsches TV-Aufnahmeteam des SWR filmte vor und während der Versammlung die Aktivitäten des Vorstandes und der Chlausjäger. Die Reportage wird im Rahmen der Sendung Treffpunkt am Sonntag, 5. Dezember, von 18.45 bis 19.15 Uhr auf dem Sender SWR (Südwestrundfunk Stuttgart) zu sehen sein.

Präsident René Räber kam in seinem Rückblick nochmals auf den Chlaustag 2009 zu sprechen und erwähnte dabei, dass erstmals über 1000 Trychler mit Senten und Klopfen am grossen Umzug teilgenommen hätten. Er bat alle, in diesem Jahr beim zweiten Teil des Umzugs die richtige Umzugsroute zu nehmen und wie üblich der Chlausjägergasse die Referenz zu erweisen. Der Vorstand wird sich auf Anregung eines Chlausjägers Gedanken machen, wie er den Brauch den Neuzuzügern noch besser näherbringen kann.

Zu den Aktivitäten des Vorstandes und der Gesellschaft sagte Räber, mit der Installation der Schattenzüge sei in der Chlausjägergasse etwas Dauerhaftes geschaffen worden. Die Website www.klausjagen.ch wurde überarbeitet und ausgebaut. Den 40 000-Franken-Beitrag der Albert Koechlin Stiftung hat der Vorstand auf den Bescherungs- (25 000 Franken) und den Jubi­läums­fonds (15 000 Franken) aufgeteilt. Der Antrag von Urs Bienz, aus dem Beitrag der Stiftung eine Saal-Kafirunde zu spendieren, blieb ohne Erfolg.

49 Neumitglieder konnten aufgenommen werden. Für die einheitliche Ausrüstung der drei künftigen Samichlausgruppen sprach die Versammlung einen Kredit von 10000 Franken.

Chlaustag 2010
In diesem Jahr werden 500 Bescherungssäcklein und weitere 100 Päcklein verteilt. Im Rahmen des Schülerchlausjagens wird am 2. Dezember frühmorgens um halb sieben im Besinnungsraum Monséjour eine ökume­nische Andacht abgehalten. Die Kirchgemeinde offeriert allen Kindern eine Stärkung. Die Verpflegung nach dem Schülerumzug vom 3. Dezember spendiert in diesem Jahr das Garderobenzügli. Am Freitagabend wird der Chlaus­­­umzug wieder punkt 20.15 Uhr mit dem Böllerschuss gestartet. Nach dem Sächsizügli am Samstagmorgen müssen die Verkehrsflächen um sieben Uhr wieder freigegeben werden.
 
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