| Reiche Ernte und ein fehlendes Stück Käse |
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| Montag, 17. Oktober 2011 | |
![]() Eine überdimensionale Wähe dominierte am Erntedankfest vom letzten Sonntag die katholische Kirche Peter und Paul in Küssnacht. Sie symbolisierte die reiche Ernte. Musikalisch umrahmte der Jodlerklub Echo vom Rigi den Gottesdienst. kre. Wer in die Kirche trat, staunte nicht schlecht. In der Mitte war eine übergrosse Wähe aufgestellt, wunderschön ausgelegt mit Früchten und Gemüse, die die Bauern aus der Region für den Erntedanksonntag als Gaben gebracht hatten. Geschaffen wurde die prachtvolle Wähe von den Sakristanen Isabelle und Beat Felder und Markus Nyffenegger. Bei den Seitenaltären zeugten Apfelharrassen, Bienenhonigläser und Konfigläser von der vielfältigen und reichen Ernte in diesem Jahr. «Es war ein tolles Jahr für die Bauern, die Ernte ist sehr gut ausgefallen», so Pfarrer Werner Fleischmann in seinen Einstiegsworten. Darum lag das Thema Reiche Ernte auf der Hand. Mehr als reiche Ernte Doch da gab es noch das andere – den Überfluss. Es gab eine Ernte im Überfluss. Darum wurde dies zum Hauptanliegen in Werner Fleischmanns Predigt. Er erinnerte sich an die Freitage, als es daheim jeweils Wähe gab. Die Mutter machte davon jeweils nicht zu knapp, damit sicher zum Zvieri oder zum Znacht noch ein Stück übrig blieb. Er wies auf das Bild am Altar, auf dem ein grosser Baum abgebildet war. Unter der Fülle der Früchte musste er an unzähligen Stellen gestützt werden. «Es ist keine Selbstverständlichkeit. Wir wohnen in einer gesegneten Region, in der es auch immer wieder zum Überfluss kommt», wie Pfarrer Werner Fleischmann weiter ausführte. Überfluss aussen und innen Dieser Überfluss in der Natur sei auch mit dem Überfluss am Glauben zu vergleichen. Werner Fleischmann erläutert: «Eine Überfülle an Glaube gibt eine innere Ruhe und Zufriedenheit und auch Gelassenheit. Wie in der Natur können wir nichts erzwingen, wir müssen Vertrauen haben und es geschehen lassen.» Vertrauen braucht es auch, alle Gaben am Vorabend in der Kirche aufzustellen. «Leider ist der Käse abhanden gekommen», so Werner Fleischmann, «da verspürte wohl jemand sehr grosse Lust auf ein Stück.» Tischlein deck dich Die gespendeten Ernteabgaben kommen jeweils einer wohltätigen Organisation zu Gute. In diesem Jahr wird sie an Tischlein deck dich weitergegeben. Diese Organisation ermöglicht Bedüftigen, unter anderem Esswaren zu verbilligten Tarifen einzukaufen. Die Kollekte ging an das bäuerliche Sorgentelefon (siehe Freier Schweizer vom Freitag). Jodlerklub und Alphorn Musikalisch umrahmt wurde der Erntedankgottesdienst vom Küss-nachter Jodlerklub Echo vom Rigi unter der Leitung von Peter Hodel. Sie sangen Stücke aus verschiedenen Jodlermesse. Die Texte handelten von der Freundschaft oder auch von Gott vertrauen. Den Anfang der Messe machte das Alphorntrio. Wuchtig und klangvoll wie die heurige Ernte ertönten ihre Klänge in der vollen Kirche. Zum Abschluss des Gottesdienstes erklang – wie jedes Jahr – der Alpsegen der Seebodenalp, vorgetragen von Werner Odermatt. Ein zünftiger Juchzer entliess die Gottesdienstbesucher in den Apéro vor der Kirche mit Wein und Most. |
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