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Saisonende auch bei den Campern Drucken E-Mail
Donnerstag, 6. Oktober 2011
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Die Wohnwagen, Wohnmobile und Zelte sind seit Anfangs Oktober auf dem Campingplatz in Merlischachen verschwunden. Dort wo noch vor wenigen Tagen reger Betrieb herrschte, ist jetzt der Platzwart mit seinen Helfern am Aufräumen. Der FS fragte nach der Saisonbilanz 2011.






cp. Weit und breit nur noch Wiese und dort wo die Dauermieter mit ihr-
en Wohnmobilen standen braune Flächen. Allerdings nicht mehr ganz so braun; da und dort kommt bereits der frisch gesäte Rasen wieder hervor. Bei angenehmen Temperaturen macht Jürg Lustenberger, Platzwart und Verwalter des Campingplatzes in Merlischachen, mit seinen Helfern die Anlage für den Winter bereit. Die Sonne scheint und viele Arbeiten können noch bevor es kalt wird erledigt werden. «So macht es Spass die Saison abzuschliessen», sagte Lustenberger am Mittwochnachmittag. Eine Saison, die mittelmässig bis gut gewesen sei, ist jetzt vorbei.

Aufenthaltsdauer abgenommen
Ein positiver Faktor war der schöne Herbst. «Es macht es einfacher, so mit der Saison abzuschliessen», meint Lu- stenberger. Wenn es nass und kalt wäre, hätten sie einiges mehr an Arbeit. Nur schon das Herausziehen der Dauermieter aus dem schweren und nassen Boden wäre sehr anstrengend und zeitraubend. Der Platzwart zieht insgesamt eine durchzogene bis positive Saison-Bilanz: «Wir hatten angenehme Gäste, das Wetter war auch ganz in Ordnung. Vor allem die Vor- und Nachsaison waren ideal. Der Juli, welcher so wichtig ist wie die vier Monate der Nebensaison, hat das Ergebnis durch das schlechte Wetter leider etwas heruntergezogen. Zudem gab es ein paar Unwetter, die nicht ganz ohne waren». Die Gäste auf dem Campingplatz Merlischachen setzen sich vor allem aus Holländern, Deutschen und Schweizern zusammen. Auffallend war die Aufenthaltsdauer der Gäste. Diese habe stark abgenommen.
Im 2009 war der Durchschnitt bei über drei Tagen, jetzt sind es noch knapp zwei. «Das hat bestimmt mit dem starken Franken zu tun», ist Lustenberger überzeugt. Insgesamt waren etwa gleich viele Urlauber auf der Anlage wie letztes Jahr. Vom ehemaligen Campingplatz in Küssnacht, den es seit zwei Jahren nicht mehr gibt, merke Lustenberger nicht viel. «Die hatten ja eh nur acht Touristenplätze», erklärt er. Bei den Dauermietern ist es immer noch so, dass viele aus der nächsten Umgebung kommen. Der allgemeine Trend, dass es mehr Wohnmobile statt Zelte gibt, kann Jürg Lustenberger bei ihm nicht bestätigen. Die Zelte sind, dank besten Plätzen direkt am See, noch häufig in Merlischachen anzutreffen.

Ab in die Winterpause

Der Rasen muss gemäht werden, die sanitären Anlagen werden eingewintert, die Sträucher geschnitten und der Platz muss wintersicher gemacht und in Ordnung gebracht werden. Es gibt noch einiges zu tun. Auch während dem Winter hat Lustenberger Büroarbeiten zu erledigen, die Einträge in die Campingführer müssen bearbeitet werden und schon bald kommen wieder Anfragen für die nächste Saison.

Der Kälte entfliehen
Jürg Lustenberger zieht es, wenn alle Abschlussarbeiten erledigt sind, nach Australien zu seinem Bruder. «Der Winter ist nichts für mich», schmunzelt Lustenberger. Während hier die Tage kürzer werden und frostige Temperaturen angesagt sind, zieht es den Platzwart für einige Zeit auf die andere Seite der Erde.
Doch noch lange bevor die Saison 2012 im nächsten April wieder startet, ist er bereits auf dem Platz um zu Planen und Organisieren. Lustenberger, der seit den 80er Jahren das Areal verwaltet und bewirtschaftet (mit längerem Unterbruch in den 90er Jahren), ist dann bereits wieder am Anfragen bearbeiten und am Einrichten. Doch bis es soweit ist, geniesst er schon bald den verdienten (Sommer)-
Urlaub in Australien.
 
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