| Schilliger macht Angebot für Holzabnahme |
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| Montag, 13. Dezember 2010 | |
Vergangene Woche entschied der Grosse Rat im Kanton Graubünden gegen einen Staatsbeitrag des Grosssägewerks. Noch in der selben Woche machte die Schilliger Holz AG aus Küssnacht gemeinsam mit Lehmann Holzwerk AG im sankt-gallischen Gossau ein Abnahmeangebot für das Bündner Rundholz.
bro. Das Grosssägewerk des österreichischen Konzerns Meyr-Melnhof ist vom Konkurs bedroht. In einer ausführlichen Debatte befasste sich das Kantonsparlament während zweier Tage mit der Möglichkeit eines Sanierungspaketes von rund 7 Millionen Franken.
Am Dienstag entschied der Bündner Grosse Rat zu Ungunsten des Sägewerks. Als Hauptgrund für den negativen Entscheid einer erneuten staatlichen Unterstützung – das grösste Sägewerk in der Schweiz wurde laut Ernest Schilliger von der Schilliger Holz AG bereits 2005 mit staatlicher Unterstützung von der Firma Stallinger gebaut und wurde schliesslich an den österreichischen Konzern Meyr-Melnhof verkauft – war laut Aussage des Grossen Rates in einem Fernsehinterview der unstatthafte Eingriff in den Holzmarkt.
Was nun passiert ist weiterhin unklar. «Es ist der Entscheid der Firma Meyr-Melnhof und auch der Entscheid des Kantons Graubünden, was mit den Holzstämmen gemacht wird», erklärt Ernest Schilliger.
Schilliger Holz AG macht Abnahmeangebot
Bereits zwei grosse Sägewerke haben ein Abnahmenangebot für das Bündner Rundholz gemacht. Nebst der Firma Lehman Holzwerk AG in St. Gallen ist das auch die Küssnachter Firma Schilliger Holz AG, welche das zweitgrösste Sägewerk der Schweiz besitzt.
«Wir haben früher sehr viel Holz aus Graubünden bezogen. Auch heute kaufen wir immer noch Holz aus diesem Gebiet. Deshalb haben wir uns bereit erklärt, dies auch weiterhin zu tun», erklärt Inhaber und Geschäftsführer Ernest Schilliger. Zwar findet er den Entscheid des Grossen Rates in Ordnung, da für alle die gleichen Wettbewerbs-chancen gelten sollen, doch «man wünscht seinen Kollegen nie etwas Schlechtes.»
Trotzdem aber käme das Rundholz aus dem Kanton Graubünden dem Küssnachter Unternehmen gelegen. «Grundsätzlich haben wir immer genug Holz aus der Schweiz. Allerdings gab es dieses Jahr beim Rundholz einen Engpass, weshalb wir von unserem Zweitstandort in Frankreich Holz umleiten mussten und auch in Deutschland einkaufen mussten.»
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Vergangene Woche entschied der Grosse Rat im Kanton Graubünden gegen einen Staatsbeitrag des Grosssägewerks. Noch in der selben Woche machte die Schilliger Holz AG aus Küssnacht gemeinsam mit Lehmann Holzwerk AG im sankt-gallischen Gossau ein Abnahmeangebot für das Bündner Rundholz.