| Schlüsselpersonen sind gefragt |
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| Donnerstag, 1. Dezember 2011 | |
![]() 17 Schlüsselpersonen sind im Bezirk Küssnacht im Einsatz. Dies ist jedoch noch nicht genug, denn die Schlüsselpersonen sind gefragter denn je. Die Ausbildung und Weiterbildung, für welche die Arbeitsgruppe Kulturennetz Küssnacht (AKNK) verantwortlich ist, ist intensiv. bro. Die ausgebildeten Schlüsselpersonen, die ihren Landsleuten im Kontakt mit Behörden, beim Übersetzen oder bei Alltagsproblemen helfen, besuchen während dem Jahr zahlreiche Fortbildungsmodule. Eines davon schlossen die 17 Schlüsselpersonen in der letzten Woche ab. «An zwei Abenden fand für die Schlüsselpersonen ein Fortbildungskurs über unseren Bezirk statt. Unter anderem informierte Landschreiber Wolfgang Lüönd die Teilnehmenden über das politische System, die verschiedenen Abteilungen und die Umwelt im Bezirk», erklärt Michael Seeholzer von der Arbeitsgruppe Kulturennetz Küssnacht*. Qualität durch Weiterbildung Die AKNK organisiert die Aus- und Weiterbildung der Schlüsselperson. «Dies ist notwendig, um die Qualität der Arbeit der Schlüsselpersonen zu garantieren», macht Leila Bucher deutlich. Sie ist seit Beginn des Projektes dabei und trägt seit einigen Jahren die Leitung über die Schlüsselpersonen und die AKNK. «An Schlüsselpersonen werden hohe Erwartungen gestellt. Die Kandidaten werden genaustens geprüft und durchlaufen diverse Ausbildungsmodule, bevor sie zum ersten Einsatz kommen», erläutert Leila Bucher, «Unsere Schlüsselpersonen sind gestandene Persönlichkeiten mit verschiedensten beruflichen Hintergründen. Diese gehen von der Familienmanagerin über die Anwältin zum Dolmetscher und Handwerker.» Bezirk in der Pionierrolle Dank dem Einsatz verschiedener Initiantinnen für das Projekt Schlüsselpersonen verfügt der Bezirk Küssnacht in Sachen Integration über ein gutes Konzept auf hohem Niveau. Dies führt dazu, dass die AKNK-Mitglieder Leila Bucher, Michael Seeholzer und neu Melanie Nansoz zu Vorträgen oder zur Mithilfe bei Projekten über die Bezirks- und Kantonsgrenzen hinaus eingeladen werden. Die AKNK trifft sich einmal monatlich mit den Schlüsselpersonen. Hinzu kommen vier bis sechs AKNK-Sitzungen, sowie der Kontakt per Telefon und E-Mail. «Es ist eine sehr sinnvolle Arbeit», erzählt Melanie Nansoz von ihrer Motivation, am Kulturennetz mitzuwirken, «In den drei Jahren auf den Philippinen habe ich selber Erfahrungen gemacht, wie es ist, sich an einem fremden Ort zu integrieren. Bei meiner Rückkehr war klar, dass ich im Bezirk etwas machen wollte, um die Menschen mit Migrationshintergrund zu unterstützen, sich besser einzuleben und einzugliedern.» Integration als Prävention Die Schlüsselpersonen, die ursprünglich vor allem die Sprachbarrieren an den Schulen überwinden sollten, werden heute im ganzen Bezirk eingesetzt. «Es ist ein breites Einsatzgebiet von der Schule über die Kirche, Bezirk, soziale Dienste, Polizei bis hin zur Spitex und noch vieles mehr», erklären Leila Bucher und Michael Seeholzer. Doch die Arbeit lohnt sich, denn besonders Migranten sind dankbar für die Hilfeleistungen und die Unterstützung. Dass Integration jedoch keine romantische Tätigkeit ist, bestätigt Leila Bucher: «Es ist anstrengend und herausfordernd.» Trotzdem ist Leila Bucher seit jeher mit Leib und Seele dabei. «Ich bin überzeugt, dass wenn wir eine Frühintegration korrekt angehen, dass dies unserer gesamten Gesellschaft zugute kommt. Je früher man diese Menschen in unserer Gesellschaft integriert, desto kleiner wird der Gesamt-Aufwand für die Zukunft sein. Eine wichtige Voraussetzung, damit aber eine gute Integration überhaupt stattfinden kann ist, dass auch die Migranten mit uns zusammenarbeiten müssen und vor allem auch wollen. Um diese Notwendigkeit den Leuten bewusst ans Herz zu legen braucht es nicht nur viel Erfahrung und Menschenkenntnis, sondern vor allem sehr viel Feingefühl.» Informationen über die Fachgruppe Kulturennetz sowie die Schlüsselpersonen erhalten Sie auf: www.integration-kuessnacht.ch * Die Arbeitsgruppe Kulturennetz Küss-nacht (AKNK) bestehend aus Leila Bucher, Melanie Nansoz und Michael Seeholzer ist das Bindeglied zwischen den Schlüsselpersonen und der Fachkommission Kulturennetz, die für Integration und interkulturelle Angebot zuständig ist. |
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