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Seebodenalp gewinnt an Attraktivität Drucken E-Mail
Donnerstag, 8. Oktober 2009
80spatenstich

Die geplanten Projekte auf der Seebodenalp nehmen immer mehr Form an. Am Montag wurde mit dem Ausbaggern des neuen Sees begonnen.




ob. Bereits im Frühjahr stellte die Korporation Berg und Seeboden die verschiedenen Projekte vor, welche das Naherholungsgebiet der Seebodenalp aufwerten und somit für den Tourismus attraktiver machen soll. In dieser Woche wurde eines der grösseren Projekte in Angriff genommen. Die Korporation lud zum Spatenstich für den neuen Seebodenalpsee ein. Das Gebiet im Hinterboden soll mit dem Moorsee quasi wieder in seine Urform zurückversetzt werden. Denn «vor mehr als hundert Jahren war hier bereits ein natürlicher See», erklärt Wolfgang Ulrich, Präsident der Korporation Berg und Seeboden. Durch den Ausbruch der Randmoräne entleerte sich der See im Jahre 1886 und es entstand dadurch ein Sumpfgebiet. Das 4,5 ha grosse Naturschutzgebiet wird um ca. 1,5 ha erweitert und soll durch einen Rundweg um die ganze Fläche näher erschlossen werden. Mit dem neuen See soll die Seebodenalp seinem Namen wieder gerecht werden und das Naherholungsgebiet soll dadurch für Jung und Alt interessanter und attraktiver werden.

Einheimische Flora und Fauna wird aufgewertet

Dieser See, welcher voraussichtlich im Frühling 2010 eingeweiht werden kann, wird rund 3000 Quadratmeter gross sein. «Die tiefste Stelle des Sees beträgt zwei Meter. Auf der Berg Seite Richtung Rigi wird er etwas flacher, so dass er zwischen 1 bis 1,50 Meter tief sein wird», führt Alois Trutmann, Kassier der Korporation Berg und Seeboden, aus.
Das natürliche Moorbiotop wird für Wanderer, Spaziergänger und Gäste der Seebodenalp die Artenvielfalt in den Feuchtgebieten näher bringen und für die Pflanzen- und Tierwelt neuen Lebensraum bieten. So sollen in diesem Gebiet längst ausgestorbene Pflanzen und Tiere wieder ein neues Zuhause finden und dadurch die gesamte Fauna und Flora wertvoller machen. «Durch die Bepflanzung gewisser Abschnitte sind bereits jetzt wieder Vogelarten ansässig geworden, welche hier bis vor kurzem Jahrelang nicht mehr gesichtet wurden», weiss Richard Baggenstos, der die Bauleitung über dieses Projekt hat. Dank des Torfbodens muss der See nicht künstlich bewässert werden, dieser wirkt nämlich wie ein Schwamm. «Der See füllt sich auf natürliche Weise mit Wasser», fährt Baggenstos mit seinen Ausführungen fort. Um herauszufinden, ob dies wirklich funktioniert, wurde bereits im Frühjahr ein Probeloch ausgebaggert, in dem das Wasser bis heute nicht versickert ist.
 
Weitere Projekte sind geplant      
Der Seebodenalpsee ist nur ein Teil der geplanten Aufwertung des Naherholungsgebietes durch die Korporation. In den nächsten Jahren soll die Seebodenalp noch weiter gestaltet und bereichert werden. Eines der anstehenden Projekte ist die Einzonung der Chrüzegg (Gebiet beim Parkplatz)  in eine Freizeit- und Erholungszone mit Informationspavillon, öffentlichen Toiletten/Umkleideanlagen, Sport- & Spielplätzen, Familien-Picknickplätzen, Kleinbauten / Witterungsschutz etc. Ein grosser Spielplatz soll den Familien zukünftig die Möglichkeit zum unbeschwerten und gemütlichen Rasten bieten. Des weitern werden diesen Herbst im Rahmen des Alleenprojekts entlang der Flurstrasse zur Altruodisegg noch rund einhundert der insgesamt 300 einheimischen Laubbäume gepflanzt.
 
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