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Spirale befindet sich auf gutem Weg Drucken E-Mail
Montag, 6. Dezember 2010
97parkhaus
Wenn alles klappt, soll am 13. Februar 2011 das Volk über das aktuelle Projekt Parkhaus Monséjour, genannt Spirale, abstimmen können. In einer Informationsveranstaltung wurde am Donnerstagabend das Projekt näher beschrieben.





cb. Besucht wurde die öffentliche Informationsveranstaltung zum Projekt Parkhaus Monséjour von rund zwanzig Personen. Betrachtet man diese Anzahl, kann dies für die Initianten als gutes Zeichen gewertet werden, scheinen doch die meisten Bedenken und Fragen bezüglich Parkhaus aus dem Weg geräumt.

In einer konstruktiven Art taten jedoch einige Anwesende ihre letzen Anliegen und Kritikpunkte kund. Kritisiert wurden unter anderem die fehlenden WC-Anlagen sowie die Asphaltwüste nahe dem See.

Parkplatzbreite entspricht jener der Migros
Bezirksrätin Carole Mayor eröffnete die Infoveranstaltung pünktlich. Sie beschrieb das Projekt Spirale näher und stützte sich dabei meist auf die Botschaft vom November. Da das Volumen des Projekts Spirale gegenüber den vorherigen Projekten reduziert wurde, waren vor allem Mayors Ausführungen zu den Parkplatzgrössen spannend.

So wird die Parkplatzbreite der Spirale (2.5 Meter) jener der Parkplätze der Migros in Küssnacht entsprechen. Mit einer Fahrbahnbreite von 6.5 Metern liegt die Spirale ausserdem leicht unter jener der Migros (7 Meter) und über jener von Coop (5.6 Meter).

Weiter kam Mayor auf die Reduktionen im Projekt zu sprechen. Diese betreffen unter anderem die Einfahrtsrampe, welche nun nicht mehr überdacht ist. Auch das Verkehrsregime wurde angepasst. «Dort konnte viel Platz gespart werden, weil im Gegenverkehr gefahren wird: Jene die aus dem Parkhaus rauskommen benutzen dieselbe Fahrbahn, wie jene die reinkommen.» Weiter werde bei der Spirale auf einen Putzraum und eine WC-Anlage verzichtet.

Optimismus auf allen Seiten
Jörg Looser, der im Gremium zum Parkhaus als Präsident des Vereins Markplatz Einsitz hat, zeigte sich zufrieden. «Mit der Spirale haben wir keinen Autosalon, sondern Parkplätze im Zentrum.» Man habe sich über parteipolitische Grenzen hinaus die Mühe gegeben, dieses Parkhaus zu erarbeiten.

Danach richtete Urs Baumberger, der das Projekt im Gremium in technischer Hinsicht begleitete seine Worte an die Anwesenden. «Wir haben harte Sitzungen geführt, in denen teilweise die Späne, bzw. der Beton geflogen ist.»

Nun ist er optimistisch: «Ich lege meine Hand ins Feuer, dass man mit der Summe und den vorgesehenen Reserven hundertprozentig durchkommt.» Projektoptimierungen seien diesbezüglich immer noch möglich. Im Anschluss an Baumberger dankte Kantonsrat Beat Ehrler für das Vertrauen, dass ihm und seinem Rückweisungsantrag entgegengebracht wurde.

Was ist mit den WC-Anlagen?
In der darauf folgenden Fragerunde wurde die fehlende WC-Anlage von einem Anwesenden als Negativpunkt des Projektes gewertet. Aussparungen würden später immer zu Problemen führen, meinte er.

Carole Mayor argumentierte mit den Kosten – nicht nur mit jenen des Baus einer solchen Anlage, sondern auch mit Folgekosten wie jene für die Reinigung oder jene nach Vandalismus. Die Anlagen sind aber nicht total gestorben. «An der Bezirksgemeinde ist es möglich, dieses Element einzubringen.»

Baumberger meinte, dass solche Anlagen möglicherweise durch das Weglassen eines Nottreppenhauses möglich wären. «Ich denke, wenn sich die Bevölkerung ein WC wünscht, hätte dies in der Reserve (802000 Franken, Anm. d. Red) Platz.»

Oberste Parkfläche im Normalbetrieb gesperrt
Weitere Kritikpunkte waren die Abluft und die Befahrbarkeit des Parkhauses mit Rollstühlen sowie die Parkflächen, die unschön auf Augenhöhe mit dem Monséjour liegen. Diese Kritik konnte aber mit Gegenargumenten entkräftet werden. «Das Abluftrohr ist nicht gross», erklärte Baumberger.

Ausserdem habe er das Parkhaus mit einer Person im Rollstuhl auf seine Behindertengerechtigkeit angeschaut. Auch die unschöne Sicht für das Monséjour sollte sich von alleine erledigen: Die oberirdische Parkfläche wird im Normalbetrieb gesperrt sein, sie wird erst freigegeben, wenn alle unteren Parkplätze besetzt sind. So kann die Fläche auch anderweitig genutzt werden – ein Wunsch der vom Verein Markplatz eingebracht wurde.

Ein Anwesender fand es schade, dass man an dieser schönen Lage in Seenähe einen weiteren Asphaltplatz – gemeint war die oberste Parkfläche – baut. Das Projekt sei ihm zu wenig ganzheitlich und sollte mit einem Bau oben drauf konzipiert werden. «Wir haben dies auch schon in Betracht gezogen», so Carole Mayor.

Diese Variante sei meist nicht auf Zustimmung gestossen. «Wir planen aber so, dass man später etwas drauf bauen könnte.» Auf Anfrage aus dem Publikum erklärte Baumberger zuletzt die Spundwände näher, die beim Bau des Parkhauses eingesetzt werden. Am 13. Dezember wird an der Bezirksgemeinde Küssnacht über den Antrag zur Gewährung eines Verpflichtungskredits von 11250000 Franken für den Neubau des Parkhauses Monséjour abgestummen.

 
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