| Stabilität dank solider Währung |
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| Donnerstag, 23. September 2010 | |
![]() Seit Monaten sinken Euro und US-Dollar ins Bodenlose. Der Schweizer Franken ist so stark wie noch nie. Dies zwingt Exportfirmen in der Schweiz in die Knie. Auch an Küssnacht geht der starke Franken nicht spurlos vorbei. bro. Die Wirtschaftsprognosen für das kommende Jahr sehen nicht ganz so erwartungsvoll aus. Zwar hat sich die Schweizer Wirtschaft laut dem Staatssekretariat für Wirtschaft SECO in der ersten Jahreshälfte schneller erholt als prognostiziert, doch wird die hohe Bewertung des Schweizer Frankens in nächster Zukunft einen Bremseffekt auf das Schweizer Exportwachstum ausüben. Der starke Franken übt aber bereits jetzt seine Wirkung auf die Schweiz und damit auch auf den Bezirk Küssnacht aus. Walter Rupf, Filialleiter der Kantonalbank Schwyz in Küssnacht bestätigt: «Es gibt wie in der ganzen Schweiz auch im Bezirk Küssnacht Profiteure und solche die unter dem starken Schweizer Franken leiden. Firmen, welche Güter aus dem Ausland importieren und mit dem hochbewerteten Schweizer Franken bezahlen können, zahlen im Moment weniger für ihre Güter. Sind also die Profiteure. Während umgekehrt Güter und Dienstleistungen aus der Schweiz im Ausland teurer werden. Dies bedeutet für unsere Unternehmen gegenüber solchen, welche im Ausland produzieren, ganz klar einen Wettbewerbsnachteil.» Reaktionsmöglichkeiten für Küssnachter Unternehmen Laut SECO wird die Inlandnachfrage die schwächeren Impulse vom Export nicht kompensieren können. «Zum einen sind Rohstoffe und Importprodukte über 10% günstiger geworden und zum andern gibt es für betroffene KMU laut Walter Rupf die Möglichkeit, Europositionen via Devisen-Termingeschäfte oder mit Devisen-Optionen abzusichern.» Nebst Unternehmen, welche ihre Produkte ins Ausland exportieren, ist aber laut Rupf auch die Tourismusbranche betroffen. So ist für Touristen die Schweiz und damit auch das HohlgassLand zurzeit viel teurer. Starker Franken hat Vor- und Nachteile Für SZKB-Filialleiter Walter Rupf ist klar, dass der starke Franken nicht nur Nachteile bringt. Für Schweizer ist es derzeit attraktiv im Euroraum die Ferien zu verbringen. Zwar höre man in den Medien meistens von denjenigen, die unter den Währungsverschiebungen leiden, doch könne man bei den Wirtschaftsveränderungen weder von positiv noch negativ sprechen. «Es gibt zwar Verschiebungen in der Währungsrelation, aber insgesamt ist es für das Land gut, wenn die Währung solide ist. Eine solide Währung bedeutet Stabilität und eine tiefe Inflation», erklärt Rupf. Sein Rat ist, auf sichere Währungen zu setzen. Man solle nicht wegen höheren Zinsen in eine schwache Währung investieren, da das Risiko zu gross sei. Unternehmen spüren den starken Franken Küssnachter Firmen, welche ihre Produkte ins Ausland exportieren, sind stark von den Auswirkungen der starken Schweizer Währung betroffen. Der FS hat bei verschiedenen Unternehmen nachgefragt. Eines der Unternehmen in Küssnacht, welches den starken Franken zu spüren bekommt, ist die Firma Durrer Spezialmaschinen AG. «Unsere Maschinen wurden im Euroland innerhalb eines Jahres 20% teurer», teilt Bernadette Reichlin-Durrer von der Geschäftsleitung der Firma Durrer Spezialmaschinen dem FS mit. Dies sei für die Investitionesentscheidungen unserer europäischen Kunden nicht förderlich, allerdings werden nicht alle Produkte exportiert. Im Unternehmen selber wurden bereits Massnahmen eingeleitet. «Wir versuchen mit Euro einzukaufen, allerdings braucht es Zeit, bis diese Mass-nahme voll umgesetzt ist», erklärt Reichlin Durrer. Doch können beispielsweise Löhne nicht in Euro ausbezahlt werden. Ausserdem versuche man mittels Zugeständnissen im Wechselkurs die Preiserhöhung etwas abzuschwächen, um so trotzdem verkaufen zu können. Weniger deutsche Touristen Starken Einfluss hat der tiefe Euro im Tourismus. So waren bisher die deutschen Touristen im HohlgassLand klar in der Überzahl. Diese bleiben jedoch wegen dem tiefen Euro und dem starken Franken vermehrt fern, bestätigt Gabi Hartenberger vom Tourismusbüro. «Vielfach schrecken die teuren Preise die deutschen Touristen ab. Bei Fr. 1.30 für einen Euro schlägt das gewaltig auf die Ferienkasse der deutschen Touristen», erklärt Hartenberger. Dafür aber bemerkte das Tourismusbüro einen Zugang Schweizer Touristen sowie englisch- und französischsprachigen Touristen. Und auch bei der Unterkunft zeige sich ein klarer Trend ab: «Wir erhalten vermehrt Anfragen für Ferienwohnungen, Privatunterkünfte und Bed&Breakfasts, da diese günstiger sind als zum Beispiel ein Aufenthalt im Hotel.» Dafür aber freuen sich Schweizer Touristen über günstige Ferien im Ausland. «Reisende, welche Erholung im Ausland suchen, können in den Euroländern direkt vor Ort an den Nebenkosten sparen, da diese sich jetzt natürlich günstiger auf die Reisekasse auswirken. Dazu gehören Länder wie Deutschland, Italien, Griechenland.» |
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