| Stiftung Hohle Gasse feierte 75-Jahr-Jubiläum |
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| Montag, 23. August 2010 | |
![]() Am letzten Donnerstag feierte die Stiftung zur Erhaltung der Hohlen Gasse ihr 75- jähriges Bestehen. Dank ihr konnte in den 30er Jahren die Hohle Gasse gerettet werden. bro. Eine Postkarte mit einem Jungen und einem Mädchen, welche durch die Hohle Gasse zur Tellskapelle laufen, verkaufte sich 600'000 mal in der Schweiz und rettete damit die geschichtsträchtige Hohle Gasse vor dem Abriss. Theodor Bucher, der zur 75-Jahr Jubiläumsfeier angereist war, erinnert sich noch gut an den Tag im Jahr 1934, an dem der Ringier Fotograf in die Schule kam, um ein Mädchen und einen Jungen für sein Vorhaben auszuwählen. «Wir hatten damals nicht viel Geld, weshalb ich Barfuss zur Schule ging. Da der Fotograf für sein Vorhaben zwei Kinder wollte, die Barfuss durch die Hohle Gasse laufen, wurden Theres Ulrich und ich ausgewählt», erzählt Pfarrer Theodor Bucher den rund 60 geladenen Gästen, welche der Feier am Donnerstagnachmittag beiwohnten. Wollte schon damals Priester werden Immer wieder liess der Fotograf die beiden Schulkinder die Hohle Gasse hoch laufen. «Er wollte, dass wir näher zu einander rücken. Ich wusste damals bereits, dass ich Priester werden möchte. Irgendwann gab ich mir einen Ruck, bin einen Schritt näher gerückt, gleichzeitig aber ein Stückchen nach hinten», schmunzelt der 89-jährige Ehrengast aus Vaduz, der damals 13 Jahre alt war. «Nie hätte ich damals gedacht, dass ich deswegen später einmal so viele Zuhörer haben werde», freut sich Theodor Bucher über die zahlreichen Gäste der 75-Jahr-Feier. Die Postkarte mit dem Motiv der beiden Schulkinder wurde in der ganzen Schweiz verkauft. 20 Rappen kostete eine Karte. Ein Jahr nachdem die Aufnahme gemacht wurde, gingen von dem Erlös 102'000 Franken in die neugegründete Stiftung zur Erhaltung der Hohlen Gasse. Grosser Wunsch zur Erhaltung der Hohlen Gasse Der Wunsch zur Erhaltung der Hohlen Gasse, war damals bereits gross. Sie war damals die Verbindungsstrasse zwischen Immensee und Küssnacht. Da der Verkehr drastisch zunahm, sollte sie jedoch für eine grössere Strasse weichen. Die Lösung war einfach: eine Umfahrungsstrasse. Doch dafür fehlten damals die finanziellen Mittel, weshalb die Sammelaktion mit der Postkarte ins Leben gerufen wurde. «Die Rettung ist gelungen», führte Stiftungspräsident Kaspar Michel in seiner Ansprache aus. «Diese Feier gilt der Stiftung und all denen, welche für den Erhalt und die Pflege der Hohlen Gasse aktiv mitgeholfen haben», erklärte Michel weiter, «Sie sind alles Hohlgässler!» Und am Anfang der Erfolgsgeschichte stehe Pfarrer Dr. Theodor Bucher. Die Geschichte mag immer von Neuem begeistern Als Gast war auch Wilhelm Tell alias Otto Weiss anwesend. «Wilhelm Tell kehrt immer wieder an den Ort der befreienden Tat zurück», erzählte Michel den Anwesenden. Die Geschichte, welche sich hinter der Hohlen Gasse verbirgt und von dem Dichter Friedrich Schiller verfasst wurde, begeistert auch fast 700 Jahre später immer wieder von Neuem. So haben die Zeilen Durch diese Hohle Gasse muss er kommen, es führt kein anderer Weg nach Küssnacht über die nationalen Grenzen hinaus grosse Bedeutung. Dies sieht man laut Michel bereits an den unterschiedlichsten Nummerschildern auf dem Parkplatz, welche täglich die Hohle Gasse besuchen. Hohle Gasse gehört Schuljugend Bei der Feier wurde erwähnt, dass die Hohle Gasse im Besitz der Schuljugend ist. Symbolisch erzählten deshalb zehn Immenseer Schülerinnen und Schüler, was ihnen die Gedenkstätte bedeutet. Schliesslich richtete auch Hohle Gasse Verwalter und Organisator der Jubiläumsfeier Hans Grossrieder das Wort an die Anwesenden: «Wenn Landschreiber Wolfgang Lüönd nicht zu mir gekommen wäre und meinte, da ich jetzt pensioniert bin, wäre das ein schönes Amt für mich, wäre ich heute nicht hier», erzählte Grossrieder, für den die Hohle Gasse seit neun Jahren quasi ein zweites Daheim ist. Er sorgt täglich dafür, dass die Hohle Gasse auch weiterhin für die heutige und die Nachwelt in einem guten Zustand erhalten bleibt. |
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