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Storenbauer geht über Bücher Drucken E-Mail
Donnerstag, 26. August 2010
68swisschalet

Um die Storenkonstruktion beim Swiss Chalet in Merli-schachen riecht es nicht nur nach Sommer, sondern vor allem nach einer baldigen Lösung des Konflikts. Es war ein konstruktives Gespräch zwischen Prinz Joseph und Bezirksammann Stefan Kaiser.




avd. Die Sachlage ist seit dem Bundesgerichtsentscheid klar. So kann die Storenkonstruktion beim Swiss Chalet in Merlischachen nicht stehen bleiben. Letzte Woche besuchte der Kaiser den Prinzen. In einem von beiden Seiten konstruktiv geführten Gespräch einigten sich der Bezirksammann und der Swiss-Chalet-Patron auf einen möglichen Ausweg.

Storenbauer plant Änderungen
Beim Treffen zwischen Prinz und Kaiser war auch ein König zugegen. Storenbauer Edwin Biasi aus Lana im Südtirol gilt als der Fachmann für Storenkonstruktionen bei historischen Bauten, wie dem Swiss Chalet.

Nach zweijähriger Suche fand Prinz Joseph endlich jemanden, der sich an die Konstruktion beim Swiss Chalet gewagt hat. «In fünf Tagen hat Herr Biasi vor Ort eine massgeschneiderte Konstruktion erstellt», erinnert sich Prinz Joseph. Nun haben der Prinz und der Kaiser vereinbart, dass dem Prinzen eine Fristverlängerung zugesichert wird. 

Als Bedingung muss der König im Auftrag des Prinzen detaillierte Pläne für Änderungen ausarbeiten, dank denen die Konstruktion die Vorgaben des Denkmalschutzes erfüllt. Danach werden die Behörden die Pläne prüfen.

Wenn die Pläne die Vorgaben erfüllen, kann Prinz Joseph ein neues Baugesuch einreichen. Wenn alles glatt läuft, kann die veränderte Storenanlage im Herbst 2011 fertiggestellt werden. «Wir geben unser Bestes», sagt Edwin Biasi, «Wichtigste Bedingung ist, dass die Konstruktion nicht mit der Fassadenwand verbunden ist.»

Mit denkmalgeschützten und historisch heiklen Gebäuden hat Biasi viel Erfahrung: «Wir haben Markisenkonstruktionen unter anderem beim Schloss Schönbrünn und bei der Sommerresidenz des Papstes erstellt.»

Prinz Joseph ist zuversichtlich. In den letzten Wochen hat er rund 100 aufmunterte Briefe bekommen. Auch einige Gemeinderäte aus der ganzen Schweiz haben sich die Konstruktion beim Swiss Chalet vor Ort angeschaut.
 
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