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Studenten präsentierten interessante Ideen Drucken E-Mail
Montag, 18. April 2011
31praesentation

Die Richtungen, in welche sich die Seebodenalp entwickeln könnte, sind enorm vielfältig. Dies zeigte sich anhand der Konzeptideen, die drei Gruppen der Internationalen Schule für Touristik am letzten Freitag der Kommission Seebodenalp vorgelegt haben.




avd. Die Korporation Berg und Seeboden hat in den vergangenen Jahren hervorragende Arbeit geleistet. So sind auf dem Küssnachter Hausberg unter anderem eine Allee und ein Moorsee erstellt worden. Diese erfolgreiche Arbeit gilt es nun fortzusetzen und in ein gesamtheitliches Konzept mit auch in Zukunft funktionierenden Transportmitteln und einer intakten Natur zu bringen.

Dazu wurde vor gut einem Jahr eine Kommission Seebodenalp ins Leben gerufen, die ihrerseits einer Klasse der Internationalen Schule für Touristik (IST) aus Zürich den Auftrag gegeben hat, Konzepte und Ideen zu entwickeln (der FS berichtete). Letzte Woche weilten die drei Projektgruppen der Klasse in Küssnacht.

Nach einer Besichtigung der Seebodenalp und der Ausarbeitung der Projekte standen am Freitag als Höhepunkt die jeweiligen Präsentationen vor der Kommission auf dem Programm. Was die Mitglieder der Kommission Seebodenalp und die Bezirksräte Carole Mayor, Armin Tresch, Josef Heinzer sowie Statthalter Michael Fuchs zu sehen bekamen, waren viele gute Ideen, die in originelle Präsentationen gepackt wurden.

Stärken und Schwächen
Alle drei Gruppen, die jeweils fünf oder sechs Mitglieder umfassen, fertigten zu Beginn ihrer Arbeit eine sogenannte SWOT-Analyse an. In dieser wurden die Stärken, Schwächen, Chancen und Gefahren der Seebodenalp ermittelt. Die Analysen glichen sich bei jeder Gruppe.

So erachteten die Touristik-Studenten die Erreichbarkeit, die Lage und die intakte Natur als Stärken. Die Infrastruktur, der Bahn-/Strassenkonflikt und der Bekanntheitsgrad sind verbesserungswürdig. Der geringe, überregionale Bekanntheitsgrad kann jedoch auch eine Chance sein, sich mit etwas Neuem zu vermarkten. Als Gefahr hingegen wurde die Zeitspanne bis zum Auslaufen der Konzession für die Seilbahn erachtet.

Lokale und externe Partner
Die erste Gruppe stellte die Arbeit mit lokalen Partnern – also Hotel, Restaurant, Landwirtschaftsbetriebe – ins Zentrum. Mit gezielten Aktionen und Attraktionen sollen vor allem werktags mehr Gäste auf die Seebodenalp gelockt werden. Dies könnte mit einer Pferderanch geschehen, einem Tipi-Dorf oder einem Barfussweg. Die Attraktionen werden zu Packages für Paare, Familien und Geschäftskunden zusammengefasst . Für letztere stünden Workshops zur Teambildung im Angebot.

Die zweite Gruppe wählte einen ganz anderen Ansatz. So soll ein exklusiver, externer Eventveranstalter ein massgeschneidertes Angebot für die Seebodenalp zusammenstellen. Damit sollen die bereits vorhandenen Attraktionen und künftige Kleinveranstaltungen (wie Bauernbrunch, Osterfest, usw.) der lokalen Betriebe optimal ergänzt werden.

Die dritte Gruppe möchte die Seebodenalp ins Walterliland verwandeln. Tells Sohn böte sich aufgrund der nahen Hohlen Gasse und der Zielgruppe „Kinder und Familien“ besonders an. In umgebauten Seilbahnkabinen ertönt dann bereits Walterli; auf der Seebodenalp gäbe es einen Infostand mit Broschüren, Wanderwege mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden (1 Apfel=leicht, 3 Äpfel=fortgeschritten), Streichelzoo und so weiter.

Strasse und Bahn sind möglich
Alle Gruppen waren sich einig, dass es sowohl die Seebodenstrasse als auch die Luftseilbahn braucht. Einige Studenten schlugen vor, die Strasse in einigen Passagen mit Leitplanken sicherer zu machen, andere Studenten plädierten für eine Erhöhung der Passagierkapazität der Seilbahn. Eine Gruppe will die Bahn zusätzlich fördern, indem für die Strasse am Wochenende ein Roadpricing eingeführt werden soll – Anwohner und Zubringer natürlich ausgenommen.

Jedenfalls scheint es realistisch, auch in Zukunft auf Strasse und Bahn zu setzen. «Die Kommission wird sich nun während einiger Monate beraten, welche Ideen aus welchen Konzepten weiterzuverfolgen sind», sagt Präsident Harry-Louis Beringer. Man darf gespannt sein.

 
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