| Theater ist auf Drittmittel angewiesen |
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| Donnerstag, 15. Oktober 2009 | |
![]() Die Kulturkommission des Bezirks budgetiert 10000 Franken für das Küssnachter Theater. Den Unterstützungsverein Fischbachs Theaterfamilie freuts. Auch wenn seine Arbeit damit noch nicht getan ist. su. Seit gut einem Jahr bietet das Theater Duo Fischbach Unterhaltung auf höchstem Niveau. Grosse Namen wie Victor Giaccobo, Clown Dimitri oder Lapsus finden auch diese Saison ihren Weg nach Küssnacht. Investitionen von 200000 Franken nahmen die Vitznauer Peter Freiburghaus und Antonia Limacher auf sich, um ihren Traum vom eigenen Theater zu realisieren. Keine Kultur ohne Unterstützung Schwarze Zahlen werden sie in absehbarer Zeit mit ihrem Bijou keine schreiben. Das weiss auch Sepp Wyer, der 1982 selber ein Kleintheater im Rontal aus dem Boden stampfte und nun den Unterstützungsverein präsidiert. «Kein Anbieter kultureller Dienstleistungen kommt ohne finanzielle Unterstützung aus. Es sei denn, er handle sich um einen Grossanlass, an dem mehrere Hundert Personen teilnehmen», so seine These. In der Theaterszene erhalten die auftretenden Künstler üblicherweise 60 Prozent der Ticketeinnahmen. 40 Prozent gehen an die Lokalbetreiber. «Mit den laufenden Kosten für die Infrastruktur, Werbung und Personal rechnet sich das nie. Auch wenn das Theater mit seinen 180 Plätzen bei jeder einzelnen Vorführung ausverkauft wäre. Dass der Bezirk einen wiederkehrenden Beitrag vorsieht, freut uns deshalb sehr.» Grosse Bereitschaft von Gönnern Den Antrag für finanzielle Unterstützung stellt der Verein Fischbachs Theaterfamilie. Sepp Wyer hatte diesen kurz nach der Theatereröffnung ins Leben gerufen, da er «Signale setzen und dem Duo von Beginn an zeigen wollte, dass sie unterstützt werden.» Nachdem Wyer mit seiner Idee an die Theaterleitung herangetreten war, schrieb er eine Email an Kulturinteressierte aus dem Freundeskreis. «Ich kontaktierte zwölf Personen, von denen sich wenige Tage später zehn zu einer ersten Sitzung zusammenfanden. Alle waren wir uns einig, dass das Theater Duo Fischbach eine riesige Attraktivitätssteigerung für Küssnacht bedeutet.» Der Verein verfügt bereits über 18 sogenannte Onkeln und Tanten, die dem Theater 600 Franken spenden. Zwei weitere Personen zahlen als Gotte/Götti sogar 2000 Franken jährlich. Zusammen mit weiteren Beiträgen von Kanton und Stiftungen konnte der Unterstützungsverein im ersten Jahr 30000 Franken zusammen bringen. 75000 Franken Drittmittel Trotz der grossen Sympathiewelle, die Peter Freiburghaus und Antonia LImacher entgegen schwappt, bleibt das Theater vorläufig ein Minusgeschäft. «Das Theater bräuchte etwa 75000 Franken Drittmittel, um schwarze Zahlen zu schreiben», erklärt Wyer, der die Budgetzahlen bestens kennt. «Dann müsste das Duo Fischbach nicht mehr ohne Gage in ihrem eigenen Theater auftreten. Vorläufig ist unser Ziel, zwei Drittel dieses Betrags zusammen zu bekommen, und das Duo damit finanziell zu entlasten», erklärt Vereinspräsident Wyer. |
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