| Tipps und Tricks für die Digitalfotobearbetung |
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| Donnerstag, 20. Oktober 2011 | |
![]() Der Küssnachter Emil Ulrich zeigte am Dienstagabend im Monséjour, wie man einfach und schnell Fotos bearbeiten und sortieren kann. Rund 40 interessierte Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren von der Vorführung begeistert. cp. «Es gibt zwar Online-Kurse, die sind aber unpersönlich und man kann keine Fragen stellen», erklärt Ulrich. Der Küssnachter Ex-Lehrer bietet seit fünf Jahren verschiedene Computerkurse an, mit Erfolg. Am Dienstag machte er mit seiner Vorführung seine Bildbearbeitungskurse schmackhaft und dies mit einer unkomplizierten, sympathischen Art. Daten sichern Wenn man Fotos auf dem Computer speichern will, gehört laut Ulrich auch die externe Datensicherung dazu. Der Kursleiter schilderte, wie ein Bekannter 3000 Fotos verloren hat, weil er sie nicht zusätzlich sicherte. Das will niemand und deshalb riet Ulrich zu Beginn der Vorführung, alle Fotos auf einem externen Datenträger zu sichern. Die nachfolgenden Tipps beziehen sich auf das Betriebssystem Windows 7, sind aber bei Vista oder Windows-XP ähnlich. Sortieren und Ordnen Im ersten Teil der Veranstaltung zeigte Ulrich, wie Bilder am sinnvollsten in den Computer geladen und an-schliessend sortiert werden. Bei Windows sollte man alle Fotos grundsätzlich bei Bilder speichern. Meistens verwendet der Kursleiter dort die Ansicht Grosse Symbole oder Details (für das Sortieren). Um Fotos einzuordnen, sollte man zuerst einen neuen Ordner erstellen und dann die Fotos markieren und in den Ordner ziehen. Tipps zum Markieren: Ctrl gedrückt halten und Taste a tippen (alle Dateien im offenen Fenster); einzelne Fotos können bei gedrückter Ctrl-Taste beliebig angeklickt werden; von… bis… : Foto 1 anklicken, dann mit gedrückter Grosstaste das letzte Foto anklicken. Nach einem Doppelklick auf das Foto wird das zugeteilte Programm gestartet. Ulrich empfiehlt für die Vorschau die Windows Fotoanzeige. Damit können bereits die unwichtigen Fotos gelöscht oder eine Diashow gestartet werden. Windows Live Fotogalerie Emil Ulrich empfiehlt für die einfache Bearbeitung der Fotos die Windows Live Fotogalerie, welche auf neueren PC’s bereits installiert ist oder gratis aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Hier kann man schon sehr viel aus den eigenen Fotos herausholen. Der Anwender kann den Farbton der Bilder anpassen, die Fotos ausrichten, zuschneiden oder die Belichtung anpassen, wobei das Verändern von hellen und dunklen Flächen möglich ist. Ulrich zeigte dies anhand eines Fotos mit Schneebergen im Hintergrund und einem schattigen Vordergrund, welcher er mühelos aufhellte und den Schnee etwas dunkler machte. Zudem gibt es eine Funktion, welche das Foto automatisch anpasst, was schon sehr gute Ergebnisse liefern kann. Der Rote-Augen-Effekt kann ebenfalls sehr einfach korrigiert werden. Zudem können Bibeli oder Flecken ebenfalls einfach retuschiert werden. Die Veränderungen können jederzeit wieder rückgängig gemacht werden, und das Original geht nicht verloren. Das Programm besticht durch seine Einfachheit und durch die vorhandene Ausstattung. Ulrich zeigte anhand von Beispielfotos, wie die Änderungen ausgeführt werden können. Weitere Programme Im zweiten Teil der Vorführung stellte Ulrich weitere Programme für die Bearbeitung von Digitalfotos vor. Picasa ist eine Gratis-Software von Google. Neben weiteren Bildbearbeitungs-Funktionen kann man damit mühelos und schnell Collagen erstellen. Zudem eignet sich das Programm, um eigene Fotos als Webgalerie ins Internet stellen zu können. Die Personen, welche die Fotos sehen dürfen, werden mit einem Link per Mail darauf aufmerksam gemacht. Der Benutzer hat die Möglichkeit, die Fotos nicht öffentlich zu machen, so dass nur die Personen welche man auswählt, die Fotos sehen können. Photoshop ist ein kostenpflichtiges Programm von Adobe. Laut Ulrich ist es das Beste, was es zurzeit auf dem Markt gibt. Die Möglichkeiten sind immens. Einer Frau ein Lächeln zu zaubern, ihr Kinn zu verkleinern oder die Nase zu vergrössern sind nur ein paar Anwendungsbeispiele. Als Ulrich dies vorführte, ging ein Raunen durch den kleinen Saal im Monséjour. «Praktisch alle Plakate oder Bilder in Zeitschriften werden heutzutage mit Fotobeartbeitungsprogrammen verändert», sagt Ulrich. «Solange man noch erkennt, um wen es sich handelt, ist es ja ok. Wenn einfach die schönen Seiten des Menschen noch schöner gemacht werden, sollen sie es halt tun.» Weiter stellte der Kursleiter noch den Movie Maker vor. Einfache Videobearbeitung ist damit kinderleicht möglich. Zudem empfahl Ulrich verschiedene Fotobücher und forderte die Teilnehmer zum Schluss auf, Fragen zu stellen, was auch rege gemacht wurde. Jemand wollte zum Beispiel wissen, weshalb Fotos nach dem Umbenennen nicht mehr sichtbar sind. Er antwortete darauf, dass mit älteren Betriebssystemen wie beim XP man die Endung .jpg beim Umbenennen nicht vergessen darf. Bei einer Frage wusste der Computerfreak aber auch nicht weiter und gab zur Antwort: «Manchmal ist der Computer so rätselhaft wie eine Frau!», was mit viel Gelächter quittiert wurde. Kurse für Bildbearbeitung Natürlich konnte der pensionierte Lehrer die Teilnehmer nicht gehen lassen, ohne auf seine Kurse aufmerksam zu machen. Neben Internet-, Excel-, Powerpoint- oder Wordkursen, bietet Ulrich auch Bildbearbei- tungskurse für Anfänger und Fortgeschrittene an. Er gibt auch Einzelunterricht und kommt bei Bedarf zu den Hilfesuchenden nach Hause. «Kursgeben ist neben dem Tennis als sportlicher Ausgleich meine Leidenschaft und etwas für meinen Kopf», erklärt Ulrich. So konnte er in den letzten fünf Jahren 450 Personen kennenlernen und ihnen helfen. Im Schnitt sind in einem Kurs 10 Personen, für weitere Informationen steht die Hompage zur Verfügung: www.compul.ch. |
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