| Umbau des Seewasser-Pumpwerks ist in vollem Gange |
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| Donnerstag, 11. November 2010 | |
![]() Die Wasserversorgung Küssnacht Genossenschaft baut derzeit das Seewasserpumpwerk in Merlischachen aus dem Jahr 1950 um. Nächstes Jahr wird die 3 Millionen Franken teure Anlage Wasser aus dem See ins Trinkwasser-Versorgungsnetz einspeisen. avd. Das alte Seewasserpumpwerk von 1950 saugte maximal rund 3200 Kubikmeter Wasser pro Tag aus dem See, reinigte es per Sandfilter und förderte es ins Trinkwasser-Versorgungsnetz der Wasserversorgung Küssnacht Genossenschaft (WKG). Vom hohen Alter abgesehen war das Filtersystem nicht mehr auf dem neusten Stand und die Förderleistung in trockenen Zeiten zu ungenügend. Das soll sich nun ändern. Röhrchen im Rohr Nach einer Budgetbewilligung von 3 Millionen Franken, Einsprachen gegen das Baugesuch und dem Erhalt der Baubewilligung machte sich die WKG nun an den Umbau des Pumpwerks. Zwei neue Pumpen werden 4000 Kubikmeter Wasser aus dem See ansaugen. Dieses gelangt über einen Vorfilter- in ein Hauptfiltersytem, das mittels Ultrafiltration arbeitet. Dabei wird das Wasser in Rohre gepresst, in denen viele kleine Röhrchen stecken, welche als Membranfilter wirken. «Dieses Ultrafiltrationssystem ist heutzutage Standard», sagt Christian Iten, Projektleiter bei der WKG. Das nun filtrierte Wasser wird in einem Fassungsbecken gesammelt, aus dem es ins Versorgungsnetz eingespiesen wird. Die Anlage reinigt sich täglich selbst. Dabei wird der Wasserfluss auch umgekehrt, um die Filter zu säubern. Eine ausgeklügelte Elektronik trennt dabei das saubere vom verschmutzten Wasser und fördert es wahlweise wieder in den See oder in ein entsprechendes Schmutzbecken. Von dort gelangt das Schmutzwasser in die Kanalisation. Aus Platzgründen mussten Pumpen- und Filteranlage auf verschiedenen Ebenen untergebracht werden. Probebetrieb Ende November Gemäss Christian Iten gab es bisher bei den Arbeiten keine grossen Probleme. Während der Bauarbeiten arbeitet das zweite Werk, das 1984 erbaut wurde, alleine. Ab Ende November wird das neue Pumpwerk stufenweise in Betrieb genommen und getestet. Der Kantons-Chemiker wird in dieser Phase die Wasserqualität prüfen. Wenn der Probebetrieb reibungslos verläuft, wird das Wasser des neuen Pumpwerks im Verlauf des nächsten Jahres ins Versorgungsnetz eingespiesen. Damit wird es Trinkwasser-Knappheit in Trockenperioden – wie es im Sommer 2003 der Fall war – nicht mehr geben. |
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