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Vandalismus und Littering beim Chindsgi Boden Drucken E-Mail
Donnerstag, 17. Juni 2010
48kindergarten


Der Kindergarten Boden hat ein Problem. Müll wird Woche für Woche liegengelassen. Neuerdings kam es gar zu Vandalenakten.





cb. Da sie ihr Kind jeden Morgen in den Kindergarten Boden bringt, wird eine Mutter allwöchentlich Zeugin von der Verschmutzung, die sich dort abspielt. Fast jeden Montag wiederholt sich die Sauerei: «Bierflaschen, Verpackungen und weiterer Müll liegen vor dem Kindergarten verteilt. Am Eingang des Kindergartens haben sie gar einmal ein Feuer entfacht», sagt die Mutter.

Fotos die sie geschossen hat, dokumentieren das Geschehen: Zu sehen sind ein demontiertes Schild, verbrannte und verbogene Storen und Müll.
Schon als ihr erstes Kind vor zwei Jahren im Kindergarten gewesen sei, hätten die gleichen Zustände geherrscht. «Beim zweiten Kind hat sich nichts verändert. Es sollte mal was unternommen werden. Die Kindergärtnerinnen, die den Müll jeden Montag aufwischen tun mir leid.»

«Alles Güsel»
Kindergärtnerin Nadia Erni bestätigt die Verschmutzungen. Sie sei zwar erst seit einem Jahr da, jedoch bestehe die Situation mit dem Güsel rund um den Chindsgi schon länger. Nicht nur nach dem Wochenende ist die Müllrate hoch: «Manchmal sieht es hier auch nach dem Mittwoch so aus.»

Dabei scheinen die Schmutzfinken bei warmen Temperaturen besonders aktiv zu sein: «Im Winter hat es jeweils weniger Güsel als im Sommer.» Die Kinder zeigten sich jeweils empört: Lueg Frau Erni, alles Güsel. «Sie nehmen die Verschmutzung durch andere wahr, während ich sie dazu anhalte, den Abfall in den Müll zu werfen», dies sei kontraproduktiv, wie Erni betont.

Ausserdem wollen die Kinder helfen den Müll zusammenzutragen. «Ich hindere sie aber daran, da sie sich vor allem an den Flaschen schneiden könnten.»
Nicht aller Müll sei gefährlich: «Doch er gehört einfach nicht hierhin», sagt Erni.

Augen offen halten
Beim Bezirk ist die Situation bekannt. «Auf Seiten des Bezirks wurde diesbezüglich Strafanzeige eingereicht», sagt Statthalter Stefan Kaiser, Leiter der Steuergruppe Sicherheit, Prävention und Früherkennung. Nicht nur der Müll ist Ursache für die Anzeige. «Es ist randaliert worden, das geht so nicht.»

Allerdings könne im Nachhinein nicht viel gemacht werden. Kaiser appelliert an die Bürger. «Man muss in Zukunft die Augen offen halten und die Leute sollen Vorfälle sofort der Polizei melden, um die Vandalen zur Verantwortung zu ziehen. Auch selber in einer sachlichen Art zu intervenieren ist möglich.»

Man könne nicht jeden Quadratmeter mit einer Kamera abdecken. «Die Verantwortung, die wir als Eltern, Kollegen oder in anderen Funktionen diesen Leuten gegenüber haben, können wir nicht an Behörden und andere Instanzen abschieben. Wir müssen selber mithelfen, solche Probleme zu lösen.»
 
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