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Montag, 15. November 2010
91chlausjaegergasse-projekt_fr1


Hunderte Besucher wohnten am letzten Freitag der offiziellen Einweihung der Projekte in der Chlausjägergasse bei. Sie wurden Zeuge einer Zeremonie voll Feuer, Farben und Fondue.






avd. Hätte Küssnacht Werbung für das Chlausjagen nötig, dann wäre die Einweihungsfeier vom letzten Freitagabend bester Lehrunterricht für Reklame gewesen. Aber weil die St. Niklausengesellschaft Küssnacht sich über fehlende Besucher nicht beklagen kann, sind wohl purer Stolz auf den Brauchtum und die Vorfreude auf den nahenden Chlaustag die Erklärung der imposanten Feier in der Chlausjägergasse. Natürlich breitete sich bei Verantwortlichen und Besuchern auch eine grosse Neugier auf die Objekte aus, die die Gasse verschönern werden.

Sternmarsch und Vulkane
Viele der Besucher zuckten kurz zusammen, als ein Böllerschuss durch die  fast dunkle Chlausjägergasse hallte. Von verschiedenen Standorten setzten sich Gruppen aus Geisselschlepfern, Trychlern und Hörnern in Bewegung, um sich in der Gasse zu treffen.
Dort liefen sie mit kleinen Iffelenträgern hin und her, zwischen den verhüllten Projekten und jungen Fackelträgern hindurch.

René Räber, Präsident der St. Niklausengesellschaft Küssnacht, begrüsste Künstler, Sponsoren und Besucher und war sichtlich froh, dass nach sieben Jahren die Werke nun endlich präsentiert werden konnten.

Vor der Enthüllung der vier im Boden eingelassenen Steinfiguren sprudelten Vulkane in die Höhe und tauchten die Gasse in gleissendes Licht. Nicht nur Nicolas Wittwer und Thomas Baggenstos, die für die Schattenzüge verantwortlich sind, blickten gebannt auf das Feuerspektakel.

Wasser und Fondue
Hans Lüthold, Präsident der Wasserversorgung Küssnacht Genossenschaft, rühmte Heinz Hüsler, Erbauer des Chlausenbrunnens. Gleichzeitig wies er darauf hin, dass der Brunnen durchaus den eigentlichen Zweck zur Wasserversorgung erfüllt. Brunnenmeister Beat Waldispühl betätigte den Haupthahn und schon sprudelte das Wasser aus dem Brunnen. Dieser begann dann auch mit einem Farbenspiel, dessen Erwartungen locker übertroffen wurden.

Pfarrer Werner Fleischmann hatte in seinem Segnungsbuch kein Kapitel über die Einweihung von Projekten des Chlausjagens gefunden. Aber er las aus dem Kapitel Übriges vor, ehe er das Weihwasser verspritzte.

Als kulinarischen Höhepunkte offerierte Franz Hegglin, der in der Chlausjägergasse den Molkereiladen betreibt, hausgemachtes Fondue. Die geladenen Gäste verabschiedeten sich derweil in den Widdersaal, wo sie auf die Projekte anstiessen.

Dort erklärte WKG-Präsident Hans Lüthold ausführlich, wie der Brunnen entstanden ist: «Ich versichere Ihnen, ab heute wird in der Chlausjägergasse nicht nur zur Chlausenzeit, sondern das ganze Jahr etwas laufen.»
 
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