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Vorstandsmitglieder dringend gesucht Drucken E-Mail
Donnerstag, 24. März 2011
vevi
Um auch weiterhin bestehen zu können, benötigt der Verkehrs- und Einwohnerverein Immensee Leute die sich im Vorstand engagieren. Tempo 30, das geplante Strandbad Staldenmatt sowie der Baurechtsvertrag des Yacht-Clubs Immensee sorgten für heisse Voten.



rbs. Ein beachtlicher Teil der 187 Mitglieder des Einwohner- und Verkehrsvereins Immensee (kurz VEVI) besuchte am letzten Dienstag die 67. Generalversammlung im Hotel Rigi Royal. Der auf vier Mitglieder geschrumpfte Vorstand (laut Statuten wären 9 Mitglieder vorgesehen) unter dem Co-Präsidum von Rosi Küng und Thomas Steiner führte zügig durch den geschäftlichen Teil der Versammlung. Rosi Küng hielt Rückschau auf das vergangene Jahr. 

Der Vorstand traf sich zu sechs Sitzungen und nahm an zwei Echo-Sitzungen in Bezug auf die Südumfahrung teil. Neu gibt es eine Mail-Adresse (info @vevi.ch), welche von Thomas Steiner betreut wird. Dank Wetterglück konnten alle fünf Kurkonzerte abgehalten und der Grillplatz im Gebiet Baumgarten erstellt werden. Die Kilbi 2010 fand bei milden Temperaturen statt. 

Leider kamen die zusammen mit den Tourismusvereinen Küssnacht und Merlischachen geplanten Ortseingangstafeln aus Kostengründen bisher nicht zustande. «Es wird für uns Vier zunehmend schwieriger, alle Termine und Projekte wahrzunehmen», erklärte Rosi Küng und richtete einen Appell an die Anwesenden, sich doch im Vorstand zu engagieren. Sie selbst und Yvonne Fuchs sind schon über zehn Jahre dabei und wären sehr froh, etwas kürzer treten zu können. So auch bei der Organisation der Kilbi. Rosi Küng hofft, hier endlichen einen oder eine NachfolgerIn zu finden, denn heuer wird es definitiv ihre letzte sein.

Gute Nachrichten…
…konnte Thomas Steiner verkünden. Ona Todaro und Herbert Krummenacher stellten sich für zwei weitere Jahre als Aktuarin und Rechnungsrevisor zur Verfügung. Für ein weiteres Jahr liessen sich Rosi Küng und Thomas Steiner als Co-Präsidium wieder wählen. Die von Kassierin Yvonne Fuchs präsentierte Vereinsrechnung besteht aus Bilanz, Erfolgsrechnung und Kurtaxenabrechnung. 

Letztere schliesst mit einem Gewinn von Fr. 866.45 und muss infolge des speziellen Kurtaxenreglements (Ausgaben sind zweckgebunden) jeweils dem Bezirk vorgelegt werden. Bei Einnahmen von Fr. 30801.40 und Ausgaben von Fr. 27347.50 schliesst die Erfolgsrechnung mit einem Gewinn von Fr. 3'453.90 ab. Die Rechnungsführung wurde vorbehaltlos genehmigt und dem Budget 2011 zugestimmt. Der Jahresbeitrag von Fr. 30.– für Private und Fr. 50.– für Firmen/Gastronomie bleiben unverändert.

Antrag gab zu reden
Im Zusammenhang mit der Realisierung des neues Strandbads Staldenmatt beantragt der Yacht-Club Immensee (kurz YCI) die seit 1976 beim VEVI liegende Konzession für das Bojenfeld per 1. Januar 2012 zu übernehmen. Vorteil für den VEVI: Der ganze administrative Aufwand (Rechnungstellung für die Bojen) würde entfallen. Nachteil: Die 30 Bojenbesitzer müssten nicht mehr zwingend dem VEVI angehören, demzufolge würde dieser Mitgliederbeiträge von Fr. 900.– einbüssen. 

Besorgt zeigten sich einige Votanten darüber, ob nachher noch gesichert sei, dass Leute aus dem Bezirk wirklich ein Vorrecht auf eine Boje haben und Auswärtige hinten anstehen müssten. Momentan beträgt die Warteliste zwischen 20 Seegler und 50 Motorboote. Es ist anzunehmen, dass zu den 971 Haushalten in Immensee durch die grosse Bautätigkeit auch immer mehr Wassersportbegeisterte ins Dorf ziehen. 

Stefan Scherrer vom YCI erklärte, dass man die Gelegenheit benützen möchte, um die bestehende Infrastruktur beim Yacht-Club-Areal zu verbessern und auszubauen (Bewässerungsplatz, zusätzlich 10 Jollen) und in einer zweiten Etappe das Clubhaus neu aufzubauen und den Anlegeplatz zu vergrössern. Finanziert würde das Ganze durch die Mitglieder des YCI. Voraussetzung dazu ist ein Baurechtsvertrag zwischen dem Bezirk Küssnacht und dem YCI. An der Bezirksgemeinde vom 11. April 2011 (Traktandum 14) wird darüber abgestimmt. Nachdem Stefan Scherrer den Antrag zur Konzessionsübernahme mit den Passagen «die Bojenbesitzer bleiben Mitglied des VEVI und Personen aus dem Bezirk haben ein Vorrecht auf einen Bojenplatz» ergänzt hat, stimmte der überwiegende Teil der Anwesenden diesem zu.  

Infos aus dem Bezirksrat
Keine leichte Aufgabe hatte Statthalter Michael Fuchs an diesem Abend, wurde doch etlicher Unmut kundgetan. Einerseits informierte er bezüglich der Einführung von Tempo 30 im Zentrum, inkl. Eichlistrasse und Häusermatte, welche im Sommer 2011 umgesetzt wird. «Ich bin überzeugt, dass diese Massnahme zur Verkehrsberuhigung beitragen wird», verteidigte er diese gegenüber den skeptischen Wortmeldungen. 

Zur Südumfahrung erklärte er, dass der Baubeginn für 2014 festgelegt wurde und die Realisierung 2018 abgeschlossen sein sollte. Anschliessend präsentierte er die Pläne zum neuen Strandbad Staldenmatt. Nach 30-jährigem Hin und Her freut er sich, dass nun endlich ein Projekt vorliegt. Kostenpunkt: 1,45 Mio. Franken. Er hofft, dass dieses an der Bezirksgemeindeversammlung anfangs April vom Stimmvolk auch angenommen wird.  «Die Badi entsteht auf einem Areal von rund 4000 m2 und ist mit den grundlegenden Strukturen versehen», erklärt Michael Fuchs, «sie ist zweckmässig und nachhaltig. Beleuchtet wird sie nicht sein, wir möchten keinen Nachtbetrieb entstehen lassen.» 

Zugänglich von der Staldenstrasse her, entstehen dort rund 25 Parkplätze. Auf dem Fuss- und Wanderweg entlang dem Seeufer soll das allgemeine Fahrverbot bestehen bleiben. Einige Anwesende äussersten sich zur geplanten Trottoirführung und Verlegung der Bojen (Richtung Dorfzentrum). Bezüglich der sogenannten Buebebadi Richtung Baumgarten konnte der Statthalter keine Unterstützung garantieren, hielt aber fest, dass diese weiterhin benutzbar ist. 
 
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