| Zäh Tag Gratisferie begeisterte das Publikum |
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| Montag, 16. Januar 2012 | |
![]() Zum 90. Geburtstag schenkte sich das Gselle-Teater Küss-nacht einen speziellen Leckerbissen. Man spielte Drei Männer im Schnee, eine Erzählung aus einem Roman von Erich Kästner. Das Premierenpublikum war begeistert. Für die Produktion des Lustspiels aus den 50er Jahren standen rund 120 Personen im Einsatz. Insgesamt 16 Personen agierten als Schauspieler auf der Bühne, hinter der Bühne hatte Sonja Hofmann-Notz als Regisseurin alles im Griff; Gabi Hafner und Pia Zala amteten in einer Doppelfunktion, nämlich als Souffleusen und in kleineren Rollen; Trudi Lütolf, Maja Nietlisbach, Caterina Costantini und Nadine Peter rückten die Darsteller masken- und kostümmässig ins rechte Licht. Für die spitzenmässige Kulisse – Empfangshalle im Grandhotel Arosa – sorgten Toni Hess, Clemens Camenzind, Beat Ming, Toni Betschart, Philipp Durrer und Roland Müller. Als Produktionsleiter war einmal mehr Hans-Peter Lütolf verantwortlich. Weitere HelferInnen engagierten sich für Grafik, Werbung, Sponsoring sowie Fotografie, die Tombola, die Ticket-Reservationen und nicht zu vergessen, die Gastronomie. Arosa ist eine Reise wert Drei Männer im Schnee heisst die Urversion von Erich Kästners Verwechslungsgeschichte mit vielen Missverständnissen. Mundartübersetzt mit dem Titel Zäh Tag Gratisferie wird sie zu einem lustvollen Spiel zwischen Reich und Arm, Hochmut und Bescheidenheit. Ausgangspunkt ist Multimillionär Albert Tobler (Karl Gnos), der dank eines Wettbewerb-Gewinnes in den Genuss von zehn Tagen Gratisferien kommt. Um sich zu vergewissern, ob man auch als armer Schlucker in einem Nobelhotel zuvorkommend bedient wird, reist er mit uralten Kleidern ins Grandhotel nach Arosa. Doch seine Tochter Adelheid (Nicole Hess) macht ihm einen Strich durch die Rechnung und avisiert die Hoteldirektion, unterlässt es aber, seinen Namen zu nennen. Zwischenzeitlich kommt Dr. Max Hartmann (Mario Schmid) – er hat den 1. Preis des Wettbewerbs gewonnen – im Hotel an. Sowohl die Hoteldirektorin (Sabine Dössegger), wie auch der Portier (Beda Imhof) vermuten in ihm den vermeintlichen Millionär und behandeln ihn dementsprechend höflich. Er aber ist ein arbeitsloser Werbefachmann und ist ob der beinahe aufdringlichen Freundlichkeit etwas irritiert. Dazu kommt, dass Hotelgast Lore Hauser in ihm einen potentiellen Liebhaber sieht. Wahre Freunde Weniger vornehm ist der Empfang von Generaldirektor Tobler, der als Bärti Baumann im Hotel eincheckt. Infolge seines Outfits wird ihm eine kleine Mansarde im Dachstock zugewiesen. Um ihm etwas beiseite zu stehen, war vor ihm bereits sein Butler Johann (Vital Künzli) als reicher Geschäftsherr im Hotel abgestiegen. Dreh- und Angelpunkt ist die Empfangshalle des Grandhotels. Hier treffen auch die beiden Wettbewerbs-Gewinner aufeinander und freunden sich in der Folge an. Anfänglich geht alles gut, bis dann Toblers Tochter Adelheid mit der Hausdame Eulalia Pölsterli (Monika Krummenacher) auftaucht. Albert Tobler, alias Bärti Baumann, ist alles andere als erfreut. Als sich dann sein neuer Freund, Dr. Hartmann, auch noch in die junge Frau verliebt und gleich von Vermählung spricht, muss er handeln ... Engagierte Regisseurin In der Jubiläums-Schrift zum diesjährigen Theater bezeichnet Produktionsleiter Hans-Peter Lütolf Sonja Hofmann-Notz als eigentliches Urgestein des Gselle-Theaters Küssnacht. Rund 26 Mal stand sie als Schauspielerin auf der Bühne und führte heuer bereits zum fünften Mal Regie. Das Rüstzeug dafür holte sie sich in einem Kurs für Theater-Regie. Was war denn nun die grösste Herausforderung dieses Jahr? «Einerseits die Vielzahl an Darstellern – insgesamt 17 verschiedene Rollen – worunter neun Personen erstmals in Küssnacht auf der Bühne standen», erklärt Sonja Hofmann-Notz. Weil das Stück in den 50er Jahren spielt, musste man sich in diese Zeit zurückversetzen. Damals gab es beispielsweise noch keine Handys und entsprechend mussten die Kostüme ausgesucht werden. Doch alles klappte bestens, sowohl an der sehr gut besuchten Vorpremiere am Samstagnachmittag, wie auch an der ausverkauften Premiere am Samstagabend. Das Publikum war begeis-tert und geizte denn auch nicht mit Applaus und Komplimenten, sowohl für die schauspielerischen Leistungen, wie auch für das tolle Bühnenbild und die authentischen Kostüme. Als Zusatz-Vorführung fand am späteren Sonntagnachmittag eine Jubiläums-Vorstellung mit vorausgehendem Apéro statt. Dazu hatte man ehemalige TheaterspielerInnen, Regisseure und treue Helferinnen und Helfer eingeladen. Rund 110 Gäste hatten sich dafür angemeldet. Weitere Aufführungen: Mittwoch, 18. Januar 2012, 20.00 Uhr (Theater-Bestuhlung); Samstag, 21. Januar 2012, 13.30 Uhr und 20.00 Uhr sowie Sonntag, 22. Januar 2012 um 19.00 Uhr (jeweils Bankett-Bestuhlung). |
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